Intervallfasten als Ernährungsumstellung


Im Winter verstecken wir unseren Hüftspeck gern unter Oversize-Wollpullis – egal ob Männlein oder Weiblein...

Im Winter verstecken wir unseren Hüftspeck gern unter Oversize-Wollpullis – egal ob Männlein oder Weiblein. Doch es gibt ja noch Frühling, Sommer und Herbst. Da sind es dann eher eng anliegende T-Shirts, sexy Sommerkleider und vor allem Badeausflüge. Und wer hat nicht schon die eine oder andere Diät ausprobiert – ohne langfristigen Erfolg. Intervallfasten ist ja der große Trend unserer Zeit – und das zu Recht. Denn es tut nicht nur der Figur gut, sondern auch dem ganzen Magen-Darm-Trakt!
Angefangen im Jugendwahn von 18 Jahren wollten die Mädels ein bis zwei Kilo für den Sommer abspecken. Dann wurden es ein paar Jahre später schon zwei bis drei, dann vier und ja mittlerweile reden viele Frauen in den besten Jahren (40-50) von ganzen fünf bis sechs Kilo, die für die warme Saison weichen sollen. Aber ja wir wiegen tendenziell im Alter mehr, weil unser Stoffwechsel anders funktioniert und wir weniger Energie verbrauchen. Deshalb gilt es gerade ab dem Alter von 40 Jahren insgesamt weniger essen. Warum also nicht die Zeiten am Tag für Essen etwas einschränken?
Entgegen jeder normalen Diät ist das Intervallfasten nämlich nur eine Änderung des Essenszyklus, nicht aber der Zutaten und Lebensmittel. Voraussetzung für das Erfolgsrezept ist natürliche gesundes Essen. Tendenziell mehr Eiweiß und Ballaststoffe und so wenig verarbeitete Lebensmittel wie möglich und vielleicht auch Kohlenhydrate einfach mal reduzieren.

Langsam ist das neue Schnell

Der Beginn ist an einem Abend Ihrer Wahl nach dem Abendessen. Denn dann heißt es mindesten 15 Stunden Pause machen mit Essen. Keine Snacks am Abend, keine kohlenhydratreichen Getränke wie Alkohol. Am Morgen darf es ein Kaffee sein, aber ohne Milch und Zucker.
Tagsüber können Sie dann gewohnt essen, am besten natürlich recht basisch, also pflanzenbasiert. Es gibt zum Einstieg die Variante 14 Stunden Fasten und 10 Stunden Essen. Das steigern Sie langsam auf 18 Stunden Fasten zu 6 Stunden Essen oder sogar zum Verhältnis 20/4. Aber die letzte Variante sollte wirklich nur kurzfristig eingehalten werden und nur gesunde Abnehmlustige.
Ein Tag mit Intervallfasten kann so aussehen: Kein Frühstück, mittags folgt ein leichtes Mittagessen, nachmittags ein Snack nach Geschmack und um 18 Uhr ein eiweißreiches Abendessen. Mit diesem Rhythmus können Sie abnehmen, den Stoffwechsel umprogrammieren. Vielleicht ändern Sie sogar Ihre Vorlieben bei der Zutatenwahl.
Wichtig ist dabei das Trinken! Trinken Sie so viel Wasser, wie es für Sie gesund ist. Und essen Sie Lebensmittel, die eine geringe Energiedichte haben. Also gern unter 200kcal auf 100g. Einfach mal anfangen die Nährwerttabellen zu studieren, ohne ein Dogma draus zu machen.
Es heißt, die Chance liegt bei 70% das Gewicht zu halten und ohne JOJO-Effekt auszukommen, wenn man nur 1-2 Kilo im Monat abnimmt. Also ganz ganz langsam und dafür langfristig etwas davon haben.

Vorteile des Intervallfastens

1. Fettreserven werden angezapft.
Fett wird erst dann als Energiequelle herangezogen, wenn wir lange keine andere Energie zuführen. Der Glykogenspeicher ist der Energietank, den wir vorzugsweise mit Kohlenhydrate befüllen. Essen wir diese und verbrauchen sie nicht sofort, werden die Kohlenhydrate als Glykogen in den Glykogenspeichern gelagert. Der Körper nutzt diese Vorräte zur Gewinnung von Energie. Fette werden erst verbrannt, wenn die Vorräte leer sind. Die Fettverbrennung verläuft beim Intervallfasten also gemächlich, weil wir immer wieder Kohlenhydrate zuführen.
2. Weniger Zeit fürs Essen
Wir reduzieren ganz automisch die Menge der gegessenen Nahrungsmittel, wenn wir weniger Zeit haben, sie uns zuzuführen. Im Idealfall essen wir ca. 500kcal am Tag weniger als wir brauchen, wenn wir abnehmen wollen. Haben wir weniger Zeitfenster fürs Essen, fällt uns das viel leichter.
3. Gesundheitsaspekte des Teilzeitfastens
Das Intervallfasten ist nebenbei auch noch gesund! Entzündungsprozesse werden gehemmt, im Gehirn werden vermehrt neue Nervenzellen produziert und Cholesterinwerte im Blut können sich verbessern. Es gibt sogar Studien, die aufzeigen, dass wir mit dieser Form der Ernährung langfristig länger leben könnten. Wenn Sie das Intervallfasten für 3 Monate durchhalten, kann es gut sein, dass Sie diese Ernährungsform als ganz normal betrachten und weiter fortführen möchten. Lassen Sie sich nicht aufhalten. Viel Erfolg!

Autor: Mauola

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